Aktuell


Zeitungsbericht zum Landesverbandstag 2021



Führungswechsel im VDRP


Am vergangenen Wochenende wurde in Lobbach die Tagung des VDRP statt. Die Tagung wurde durch die PV Baden organisiert und erstmals in verkürzter Form durchgeführt.

Am Samstagnachmittag stand die Schulungsleitertagung und am Sonntag Vormittag die JHV auf dem Programm. Herausragender Punkt auf der JHV waren die Wahlen.

Nach 30- jähriger Tätigkeit im VDRP Vorstand, davon 15 Jahre als 1. Vorsitzender, kandidierte Dr. Günter Breitbarth nicht mehr für dieses Amt.

 


Der bisherige 2. Vorsitzende, Martin Backert, wurde daraufhin einstimmig zum neuen 1. Vorsitzenden des VDRP gewählt.

 

Das Plenum wählte weiterhin den bisherigen Beisitzer Andreas Feßner; PV Hannover, zum 2. Vorsitzenden.

Dr. Günter Breitbarth wurde mit bewegenden Worten des neuen 1. Vorsitzenden, Martin Backert, zum Ehrenvorsitzenden des VDRP ernannt.

Dr. Markus Eberhardt, PV Mecklenburg- Vorpommern, wurde als Beisitzer neu in den VDRP Vorstand gewählt.

 


Der Landesverband Kurhessen gratuliert herzlich und wünscht sich eine harmonische Zusammenarbeit.


Liebe Zuchtwarte, liebe Züchterinnen und Züchter,

 

normalerweise kämen wir wohl diese oder nächste Woche in Treysa zusammen zum Zuchtwarte-Treffen - wenn, ja wenn Corona nicht wäre. Wie schon im vergangenen Jahr können wir aufgrund der geltenden Bestimmungen zur Pandemiebekämpfung kein Treffen durchführen.

 

Der Mensch braucht zum Überleben Ziele. Und die Zuversicht, dass sie erreicht werden können. Diese Zuversicht brauchen wir Geflügelzüchter jetzt in Krisenzeiten doppelt - dass wir Corona überstehen, und dass wir auch die Geflügelpest überwinden können. Lasst uns an der Zuversicht festhalten, dass wir uns im Herbst wieder treffen und unsere Tiere ausstellen können. 

 

An diesem Ziel arbeiten viele unserer Zuchtfreunde ganz fest, planen die Ausstellungen, sagen als Preisrichter die Bewertungsaufträge zu, und nicht zuletzt wachsen in unseren Ställen und Gehegen die Jungtiere heran, die dann hoffentlich auf den Ausstellungen gezeigt werden können.

 

Die diesjährige Landesverbandsschau des LV Kurhessen wird vom Team um Reiner Wiegand und Jens Pleißner vorbereitet. Sie findet am 6. und 7. November 2021 in der Reithalle Ederau in Fritzlar statt. Den Meldebogen füge ich bei und bitte darum, ihn in den Vereinen zu verteilen. Hoffen wir, dass wir wieder eine schöne Ausstellung mit einer breit gefächerten Palette unseres Rassegeflügels erleben! Die zentrale Lage von Fritzlar lässt eine gut beschickte und besuchte Ausstellung erwarten. Die erfahrenen Zuchtfreunde im GZV Fritzlar und im KV An der Schwalm werden wieder alles tun, damit wir und unsere Tiere uns wohlfühlen.

 

 

Viele Grüße - und bleibt gesund!
Siegfried Becker

 


Liebe Zuchtwarte, liebe Züchterinnen und Züchter,
 
ich gebe unten eine Mail von Dr. Fröhlich, HMUKLV, weiter mit den anliegenden Empfehlungen der Ständigen Impfkommission zur ND-Impfung. Ich bitte um Beachtung, zumal mich ja immer wieder einmal Fragen zu den Impfintervallen erreichen. 
 
Viele Grüße
Siegfried Becker
 
 


V 4 19 b 26 23 18

Tierseuchenbekämpfung; Stellungnahme der StIKo Vet zur ND-Pflichtimpfung von Geflügel in Hobbyhaltung

Sehr geehrter Herr Prof. Becker,

beigefügt übersende ich eine aktuelle Stellungnahme der Ständigen Impfkommission Veterinärimpfstoffe zu Ihrer Information.

Besitzer von Hühnern oder Puten sind gesetzlich verpflichtet, alle ihre Tiere gegen die Newcastle-Krankheit impfen zu lassen. Es stehen dafür verschiedene Lebend- und Inaktivatimpfstoffe zur Verfügung. Die Lebendimpfstoffe können über das Trinkwasser, Augentropfen oder als Aerosolspray verabreicht werden. Sie haben nur eine begrenzte Wirksamkeitsdauer und sind entsprechend der Herstellerangaben wiederholt zu applizieren. Inaktivatimpfstoffe werden als Wiederholungsimpfung nach Grundimmunisierung mit einem Lebendimpfstoff per injectionem verabreicht. Mögliche Impfschemata sind im beigefügten Text beschrieben.

Seit April 2020 dürfen Lebendimpfstoffe gegen die Newcastle-Krankheit, die über das Trinkwasser verabreicht werden können, auch an nicht-gewerbliche und nicht-berufsmäßige Halter (Hobbyhalter) abgegeben werden. Im Fall einer Abgabe von Lebendimpfstoffen muss eine regelmäßige Bestandsbetreuung durch den abgebenden Tierarzt gewährleistet werden. Da es sich um eine anzeigepflichtige Tierseuche handelt, sollen auch bei der Anwendung im Hobbybereich grundsätzlich die Vorgaben der Gebrauchsinformation beachtet werden.

Ich bitte um Kenntnisnahme und Weiterleitung an die hessischen Rassegeflügelzuchtverbände.

Mit freundlichen Grüßen

Im Auftrag,

Dr. Thomas Fröhlich

Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz,

Landwirtschaft und Verbraucherschutz 

Referatsleiter V 4

„Allgemeine Tierhygiene, Tierseuchenbekämpfung,

Tiergesundheitsdienste“

Mainzer Straße 80

65189 Wiesbaden


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Hausgeflügel vor der Geflügelpest schützen!                                                                                           
Um Hausgeflügelbestände vor einer Infektion mit dem Geflügelpestvirus zu schützen muss jeder Geflügelhalter für seinen Bestand Biosicherheits-Maßnahmen ergreifen.
Die Bestimmungen der Geflügelpest-Verordnung sind rechtlich bindend und vor allem für große Betriebe umfassend. Um auch kleine Geflügelhaltungen (<100 Tiere) besser zu schützen werden darüber hinaus weitergehende Biosicherheitsmaßnahmen dringend empfohlen.


Folgende gesetzliche Regelungen gelten für alle Geflügelhaltungen:

  •  Es besteht eine Meldepflicht für den Tierbestand:

Wer Geflügel hält, muss seinen Tierbestand unter Angabe von Name und Anschrift, Tierzahl, Nutzungsart, Standort der Tiere und Haltungsform (Freiland- oder Stallhaltung) bei der zuständigen Stelle (HVL, Veterinäramt) anmelden.

  •  Ein Bestandsregister muss geführt werden:

Hier werden alle Zu- und Abgänge mit Datum, Art des Geflügels, Name und Anschrift des Transportunternehmers sowie des vorherigen bzw. zukünftigen Besitzers verzeichnet. Für größere Bestände (ab 100 Tiere) gelten gem. § 2 Geflügelpest-Verordnung weitergehende Pflichten.

  •  Geflügel darf nur an für Wildvögel unzugänglichen Stellen gefüttert werden. Für die Tränke darf nur Wasser verwendet werden, zu dem Wildvögel keinen Zugang haben.
  •  Futter, Einstreu und sonstige Gegenstände (Gerätschaften, Maschinen), mit denen

Geflügel in Berührung kommen kann, sind für Wildvögel unzugänglich aufzubewahren, um direkten und indirekten (z.B. über Kot) Kontakt des Hausgeflügels mit Wildvögeln zu verhindern.

  •  Folgende Krankheitsanzeichen, sind unverzüglich durch einen Tierarzt abklären zu lassen. Dabei ist immer auch auf Influenza A-Viren der Subtypen H5 und H7 untersuchen zu lassen:
  •  wenn in Haltungen mit weniger als 100 Tieren 3 oder mehr Tiere innerhalb von 24 Stunden sterben oder in größeren Beständen mehr als 2 % Tierverluste innerhalb von 24 Stunden auftreten,
  •  wenn in Haltungen, in denen ausschließlich Enten und / oder Gänse gehalten werden, über einen Zeitraum von mehr als vier Tagen Verluste von mehr als der dreifachen üblichen Sterberate der Tiere des Bestandes festgestellt werden,
  •  wenn erhebliche Veränderung in der Legeleistung oder Gewichtszunahme auftreten
  •  Personen, die beruflich in einer Geflügelhaltung tätig sind, müssen während ihrer Tätigkeit saubere Schutzkleidung tragen, die anschließend abgelegt, gereinigt und desinfiziert oder unschädlich beseitigt wird.


Merkblatt für Geflügelhalter Hessen Stand: Oktober 2020
Folgende Maßnahmen werden zur Verhinderung einer Seucheneinschleppung darüber hinaus auch für kleine Haltungen dringend empfohlen:
Abgrenzung der Tierhaltung nach außen:

  •  Lassen Sie nur Personen zu Ihren Tieren, deren Besuch unbedingt erforderlich ist (z.B. Tierarzt).
  •  Beschränken Sie den Fahrzeugverkehr im Bereich der Tierhaltung auf das nötige Maß.
  •  Stellen Sie sicher, dass Geflügel nicht aus der Haltungseinrichtung entkommen kann, schließen Sie Stallungen ab.
  •  Halten Sie Hunde und Katzen von den Haltungseinrichtungen für Geflügel fern.
  •  Führen Sie regelmäßig Schadnagerbekämpfung in den Stallungen und im Außenbereich durch.

Betreten / Verlassen der Ställe:

  •  Waschen Sie sich vor Betreten und nach Verlassen der Tierhaltung die Hände (mit Seife) und nutzen Sie Handdesinfektionsmittel.
  •  Trennen Sie strikt zwischen Straßen- und Stallkleidung:
  •  Betreten Sie Stall und Auslauf nur mit Schutzkleidung (Overall, Schuhe). Legen Sie die Schutzkleidung ab, wenn Sie den Stall/Auslauf verlassen. Waschen Sie Mehrwegschutzkleidung regelmäßig bei mind. 60°C. Entsorgen Sie Einwegschutzkleidung nach Gebrauch unschädlich in einer vor unbefugtem Zugriff geschützten Restmülltonne.
  •  Reinigen und desinfizieren Sie ihre Schuhe bei Betreten und Verlassen des Stalles. Achten Sie dabei besonders darauf, keinen Schmutz an den Sohlen zu übersehen. Verwenden Sie besser Schuhwerk, das Sie ausschließlich im Stall verwenden und dort belassen.

Weitere Hinweise:

  •  Stallungen sollten leicht zu reinigen und zu desinfizieren sein. Halten Sie diese in gutem baulichen Zustand.
  •  Bewahren Sie verendete Tiere bis zur Abholung so auf, dass Vögel und andere Tiere keinen Zugang haben.
  •  Verfüttern Sie keine Eierschalen oder Geflügelteile.
  •  Verwenden Sie Eierkartons nur einmal.
  •  Duschen Sie und ziehen Sie frische Kleidung an, wenn Sie andere Geflügelbestände besuchen.

Weitere Informationsquellen:

  •  Homepage des Friedrich-Löffler-Institutes (FLI), Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit mit Informationen zur aktuellen Lage, zur Aviären Influenza (Geflügelpest, „Vogelgrippe“) und zu Möglichkeiten, Tierbestände zu schützen

https://www.fli.de/de/aktuelles/tierseuchengeschehen/aviaere-influenza-ai-gefluegelpest/

  •  Veterinärämter der Landkreise und kreisfreien Städte
  •  DVG-Desinfektionsmittelliste für Tierhaltungen: www.-desinfektion-dvg.de

 

 

Merkblatt für Geflügelhalter in Hessen                                                                  Stand : Oktober 2020


Liebe Zuchtwarte, Züchterinnen und Züchter,
 
auf der Homepage des BDRG wird informiert über Änderungen der Rechtslage zur Tiergesundheit und zum Verbringen von Tieren, darunter speziell auch Geflügel; über Links sind die EU-Richtlinie 2016/429 vom 9. März 2016 zu Tierseuchen und zur Änderung und Aufhebung einiger Rechtsakte im Bereich der Tiergesundheit ("Tiergesundheitsrecht") sowie die Delegierte Verordnung (EU) 2020/688 der Kommission vom 17. Dezember 2019 erreichbar und können dort nachgelesen werden:
 
https://www.bdrg.de/aktuelles/eu-verordnung-zur-praevention-und-bekaempfung-von-tierseuchen
 
Viele Grüße
Siegfried Becker


Liebe Züchterinnen und Züchter,
 
aus dem Ministerium Wiesbaden erhielten wir heute das beigefügte Schreiben aus dem Bundesministerium, das im Interesse der Tierseuchenbekämpfung ein innergemeinschaftliches Verbringen zwischen den EU-Staaten an mitzuführende Gesundheitsbescheinigungen knüpft, was auch für Ausstellungen von in Gefangenschaft gehaltenen Vögeln verpflichtend vorgeschrieben ist.
 
Diese Vorschrift wurde im Rahmen der letzten Tierseuchenreferenten-Sitzung im Vorgriff auf den Gültigkeitsbeginn zum 21. April 2021 der delegierten Verordnung (EU) 2020/688 vereinbart. Sie beinhaltet, dass bereits ab sofort bei Verbringungen von in Gefangenschaft gehaltenen Vögeln aus anderen EU-Mitgliedstaaten, die für Ausstellungen bestimmt sind, verpflichtend immer eine Gesundheitsbescheinigung mitzuführen ist. Wir sind gebeten worden, unsere Mitglieder entsprechend zu informieren. Gebt also bitte diese Information auch an die Vereinsmitglieder weiter.
 
Ich füge dieses Schreiben des BMEL, mit dem die Geflügelverbände darüber informiert wurden, in der Anlage bei. Dies betrifft sicherlich nicht nur große Ausstellungen wie Leipzig und Hannover, sondern auch kleinere Sonder- und Hauptsonderschauen, auf denen Tiere aus den benachbarten EU-Staaten ausgestellt werden sollen. Da sicherlich auch Tiertransporte aus der BRD in andere EU-Mitgliedsstaaten darunter fallen (etwa zur Europaschau, auch wenn sie 2021 von Österreich bereits abgesagt wurde), sowie Transporte von erworbenen oder verkauften Tieren über die Staatengrenzen hinweg davon betroffen sind, habe ich heute bei unserem Kreisveterinär deswegen nachgefragt. Sobald ich weitere Informationen habe (wer die TRACES-Bescheinigungen ausstellt, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, welche Untersuchungen ggf. anstehen etc.), werde ich sie über diesen Verteiler mitteilen.
 
Viele Grüße
Siegfried Becker


Bundesversammlung 2021

Geflügelhaltung im Garten boomt

In Zeiten, wo Antibiotika in Hühnerfleisch und Dioxin in Hühnereiern längst zum Thema geworden sind, wo die Diskussionen um artgerechte Tierhaltung in der Politik immer wieder entbrennt und wo sich Proteste und Aktionen von Tierschützern mehren, wird der Ruf nach „natürlichen“ Geflügelprodukten immer lauter. Wen wundert es da, dass die Geflügelhaltung im Hobbybereich boomt? Der Kreisverband hat am 5.5. zu einem Seminar „Einsteigerkurs Geflügelhaltung“ nach Borken eingeladen. Es sollte Basiswissen an Neulinge vermitteln. Die Welt der Hühner, Enten, Gänse und Tauben ist bunt und der Einstieg oft einfacher als man denkt. Die Resonanz war überwältigend. Wir haben mit etwa 10 interessierten Hobbyhaltern gerechnet und 60 Geflügelliebhaber sind gekommen. Der Vorbericht in der HNA hat so manchen Liebhaber ermutigt zu kommen. Es gibt sie also noch - die Freude am gefiederten Tier. Nicht alle Liebhaber wollen sich an Vereine binden oder haben noch nicht den Weg dorthin gefunden. Ganz bestimmt müssen auch die Vereine mehr auf diese Gruppe eingehen und deren Wünsche aufgreifen. Als Referent hat der KV-Vorsitzende Rudi Ehrhardt die wichtigsten Grundlagen in einer bilderreichen Präsentation vermittelt: Bedürfnisse des Geflügels, Haltungsformen, Stallbau und vieles mehr. Die Zwischenfragen zielten immer wieder auf Grundlagen der Geflügelhaltung. Auch ihre ersten Erfahrungen mit Geflügel haben die Hobbyhalter mit Stolz verkündet. Nicht alle Themen konnte in der Kürze der Zeit behandelt werden. So war der Wunsch in der lebhaften Diskussion nach weiteren Seminaren und weitergehenden Themen immer wieder geäußert worden. Die Teilnahme am Kurs war kostenfrei. Aber die Spendenbereitschaft der Zuhörer für die Jugendarbeit im KV und der LV-Jugendschau war beachtlich. Wir bieten den zweiten Kurs am Samstag, den 4. Mai 2019 in Borken an. Es wurde der vielfache Wunsch geäußert über die Gesundheit der Tiere und notwendige Impfungen zu referieren.

Rudi Ehrhardt (Vorsitzender des KV An der Schwalm)